Abstinenznachweise mit EtG zur MPU bei Alkoholauffälligkeit

Abstinenznachweise mit EtG zur MPU bei Alkoholauffälligkeit - mpuberater
Bei Alkoholauffälligkeiten können unter Umständen Abstinenznachweise für die MPU mit EtG zwingend erforderlich sein.

Ob jedoch Abstinenznachweise mit EtG zur MPU bei Alkoholauffälligkeit verlangt werden, richtet sich unter Anderem danach, wie der Umgang mit Alkohol in den Jahren vor der MPU bzw. vor der Auffälligkeit "eingestuft" wird.

Nicht mehr möglich:
Den Nachweis über eine erfolgreiche und lückenlose Alkoholabstinenz bzw. Alkoholverzicht kann man nicht mehr mit den klassischen Leber-und Blutwerten (CDT, MCV, GGT, GOT, GPT) erbringen.

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Da die Messgenauigkeit dieser Werte zu gering ist, kann in Fällen einer Abstinenznotwendigkeit der Nachweis ausschließlich über den Wert EtG (Ethylglucuronid) geführt werden.

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Die Nachweise über EtG sind zum einen möglich über Urinkontrollen, zum anderen aber auch möglich über die Haaranalyse

  • Die Nachweise über EtG sind zum einen möglich über Urinkontrollen
  • Zum anderen aber auch möglich über die Haaranalyse
  • Je nach Einstufung der früheren Alkohol-Trinkgewohnheiten kann ein Nachweiszeitraum zwischen sechs und zwölf Monaten (oder auch länger) gefordert werden
  • Für einen 6-monatigen Zeitraum werden z. B. mindestens 4 Urinkontrollen anberaumt (oder 2 Haaranalysen nach jeweils 3 Monaten)
  • Bei einem einjährigen Nachweis werden 6 Urinkontrollen (oder 4 Haaranalysen jeweils für 3 Monate rückwirkend) durchgeführt

Die genaue Beurteilung darüber, ob Abstinenznachweise mit EtG zur MPU bei Alkoholauffälligkeit überhaupt für Sie notwendig sind, setzt ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihnen persönlich zwingend voraus! 

Außerdem erfahren Sie unter anderem auch, welches Verfahren (Haaranalyse, Urinscreening, Labore, usw.) für Sie am besten geeignet ist. Letztlich geht es um hohe Kosten, die Sie verlieren oder sparen können. 

Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld der MPU umfassend und genau zu informieren. Nur so lassen sich spätere Nachteile, wie zum Beispiel eine negative MPU, vermeiden.

Was ist überhaupt EtG?


Eine wissenschaftliche Erklärung lautet:

EtG ist die Abkürzung für Etylglucuronid. Ethylglucuronid (kurz: EtG) ist eine Chemische Verbindung, eine natürlich vorkommende zyklische Carbonsäure, ein Derivat der Glucuronsäure.

Im Menschen ist es ein Produkt des Abbaus von Ethanol (Alkohol). EtG wird in geringen Mengen nach Alkoholkonsum erzeugt und verteilt sich im Körper.

Einmal in den Haaren, wird es nicht weiter abgebaut und kann so, neuerdings auch immunologisch oder mittels Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung, nachgewiesen werden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ethylglucuronid

EtG für die MPU kann bis zu 80 Stunden länger als Methanol (Alkohol) in den Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden (Urin) und ist deshalb gut geeignet, eine forensisch relevante Lücke zwischen den bisher verfügbaren Markern (BAK, CDT, MCV, GGT) zu schließen.

Abstinenznachweise mit EtG zur MPU bei Alkoholauffälligkeit

wolf
 

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